Die Olympischen Spiele
Die Olympischen Spiele wurden hoechstwahrscheinlich im 12.Jhdt.v.Chr. unter der Leitung Koenig Oxylos' von Elis zum ersten Mal durchgefuehrt. Anlass duerfte die Eingliederung der heiligen Staetten Olympias in den Staat Elis gewesen sein.
Nach Oxylos' Tod wurden sie aber wieder fallengelassen.
Wie uns Pausanias ueberliefert, wurden die Olympischen Spiele im 8.Jhdt. v.Chr. wieder aufgenommen. Ifitos, vermutlich Nachkomme des Oxylos, suchte auf diesem Weg, den endlosen Kleinkriegen der griechischen Koenige ein Ende zu bereiten.
Er schloss einen "Heiligen Waffenstillstand" mit Lykourgos von Sparta und Kleisthenis von Pisa, befriedete damit den Bereich Elis' und sicherte seiner Heimat Frieden und den Erfolg der Olympischen Spiele.
Die ersten Olympischen Spiele dauerten nicht lange. Es begann mit einem Tag, spaeter wurden es schon drei und bald 5 Tage.
Die Athleten, die an den Spielen teilnahmen, waren Stars. Sie bereiteten sich mit strengen Trainingsprogrammen, Diaet und massvollem Lebenswandel auf die Wettkaempfe vor.
Mindestens einen Monat vor Beginn der Spiele mussten sie sich in Olympia einfinden und dort erst einmal unter Beweis stellen, dass sie der Teilnahme wuerdig waren.

Waren Sie in den Wettkaempfen siegreich, erwartete die Athleten bei ihrer Heimkehr ein begeisterter Empfang.
Es ist belegt, dass viele Staedte ihre Mauern niederrissen - oder vielleicht in symbolischer Weise nur einen Teil derselben - , weil eine Stadt, die solche Maenner beherbergt, keine technischen Schutzvorrichtungen braucht.
Anfaenglich beschraenkten sich die Wettbewerbe nur auf Laufen (1 Stadium), bald wurden sie durch laengere Strecken bereichert, denn kamen Ringen, Boxen, Fuenfkampf und Pankratio (eine harte Kombination von Ringen und Boxen), Laufen in Bronzeruestung, und Wagenrennen dazu.
Der Lohn der Olympioniken ?
Ein Kranz (Kotinos) aus Zweigen des  Heiligen Olivenbaumes, der in der Naehe des Zeustempels wuchs.
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Eine Olympiade ist übrigens der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen, also 4 Jahre.
Die Olympischen Spiele wurden auch nach dem Beginn der Roemerherrschaft
(146 v.Chr.) weitergefuehrt, aber es zeichneten sich bereits deutliche Merkmale von Dekadenz ab. Die Spiele verloren einen Grossteil ihres kultischen Charakters und es kam zu Bruechen der heiligen Waffenruhe. Unter dem grossen Philhellenen Kaiser Hadrian gab es noch ein voruebergehendes Aufflackern der einstigen Groesse, bis die "heidnischen" Wettkaempfe  393 n.Chr. von dem christlichen Kaiser Theodosius I. endgueltig verboten wurden.
1896 fanden - auf Anregung des franzoesichen Barons Pierre de Coubertin (1863 - 1937) - die ersten neuzeitlichen Olympischen Spiele in Athen statt. Das Herz dieses grossen Mannes fand in Olympia seine ewige Ruhe.

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